IB International

Jugend- und Fachkräfteaustausch

Jugend- und Fachkräfteaustausch

Seit seiner Gründung realisiert der IB internationale Projekte im Jugend- und Fachkräfteaustausch, als wesentliches Ziel seiner Satzung möchte er: „Internationale Verständigung und Zusammenarbeit fördern und verwirklichen“. Der IB leistet damit einen wesentlichen Beitrag für eine tolerante, offene und friedliche Gesellschaft, stärkt das europäische Bewusstsein und trägt zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland bei.

Die Begegnungen werden durch interkulturell erfahrene und mehrsprachige Fachkräfte konzipiert und begleitet. Im Sinne unseres Leitbilds motivieren wir junge Menschen in der Internationalen Jugendarbeit sich in Freiheit zu entfalten, ihr Leben selbst zu gestalten, sich in die Gesellschaft einzugliedern, persönliche Verantwortung zu übernehmen und die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland, Europa und weltweit aktiv mitzugestalten. 

Die Themen und Möglichkeiten der Begegnungen sind so vielfältig wie die Interessen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Jugendbegegnung in der Freizeit, Berufsbezogene Begegnung, Workcamp, Pädagogische Seminare, Praktikum, Gedenkstättenfahrt oder Fachkräfteaustausch.

Die Projekte werden in Zusammenarbeit mit den Partnern vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet. Die wichtigsten Partnerländer des IB sind Frankreich, Polen und die Türkei. 

Internationaler Jugendaustausch

Der IB setzt sich in der Internationalen Jugendarbeit für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf ein. Die Internationale Jugendarbeit ist in der Kinder- und Jugendhilfe und Jugendberufshilfe eingebettet. Ziel ist es, das gegenseitige Verständnis junger Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen zu fördern. Die Jugendlichen gewinnen durch einen Austausch viel. Meistens ist es ihre erste Erfahrung im und mit dem Ausland. Während sie mit fremden, unbekannten Situationen konfrontiert werden, reflektieren sie ihre eigene (kulturelle) Identität. Auf diesem Weg lernen sie Toleranz, Akzeptanz und Neugier gegenüber dem Fremden. Indem sie im sozialen und professionellen Kontext wichtige Schlüsselkompetenzen erwerben, gewinnen sie Selbstvertrauen, was für ihre private und berufliche Entwicklung von Bedeutung ist.

Internationaler Fachkräfteaustausch

Der IB fördert auch den internationalen Fachkräfteaustausch. Die Teilnehmenden profitieren von einem inhaltlichen Erfahrungsaustausch und erweitern ihre Kompetenzen. Dabei erleben sie Europa selbst und können europabezogene Inhalte im Anschluss besser vermitteln. Die internationale Arbeit ergänzt die Kompetenzen der Teilnehmenden durch ihren fachlichen und interkulturellen Mehrwert. Zudem können die Teilnehmenden auf diesem Weg ihr Fachrepertoire erweitern und ihre neu erworbenen Kenntnisse vor Ort einbringen.

Teilnehmende sind Fachkräfte aus den Bereichen der Kinderhilfen und Kinderförderung, der Jugendberufshilfe und der sozialen Arbeit. Die Projekte werden in allen Arbeitsbereichen des IB in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen aus Europa und außerhalb Europas entwickelt und durchgeführt.

Besondere Projekte:

Aktiv gegen Armut

Im Rahmen einer Aktionswoche "Aktiv gegen Armut" in Berlin organisierte der IB ein europäisches Seminar mit dem Titel „Together against youth poverty and social exclusion“ und eine europäische Jugendbegegnung „Young poverty – Vicious circle“.

Fachkräfte aus Frankreich, Großbritannien, Polen, Schweden, Spanien und Deutschland haben ihre Erfahrungen in vier Arbeitsgruppen zu den Themen "Bildung", "Persönlichkeitsentwicklung, Diskriminierung", "Arbeit und soziale Sicherung" und "Gesundheit" ausgetauscht. Mit den Ergebnissen beider Projekte wurde als fundierter Beitrag zum Thema "Bekämpfung von Jugendarmut und sozialer Ausgrenzung in Europa" eine gemeinsame Erklärung erarbeitet und Impulse für Handlungsmöglichkeiten für Akteure aus Politik und Gesellschaft in den jeweiligen Ländern und auf europäischer Ebene gegeben.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurden die Ergebnisse präsentiert. Hochrangige Experten der deutschen und europäischen Ebene aus Politik, Forschung und Praxis tauschten zu diesem Thema unter Beteiligung von Jugendlichen des Austauschprogramms ihre Meinungen bei einer Podiumsdiskussion aus.

Mehr dazu: www.aktiv-gegen-armut.de/main/ib-aktiv/veranstaltungen/europaeische-konferenz/

JiVE

JiVE (Jugendarbeit internationale Vielfalt erleben) - Jugendsozialarbeit macht mobil

Im Rahmen von JiVE, einer jugendpolitischen Initiative für Teilhabe und Bildung, beteiligte sich der IB mit dem Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit am Projekt "Jugendsozialarbeit macht mobil". Ziel war dabei, die Rahmenbedingungen und Formate der Internationalen Jugendarbeit angepasst auf die Bedarfe und Lebenssituationen von sozial benachteiligten Jugendlichen weiterzuentwickeln, damit diese stärker von internationaler Mobilität profitieren – und ihnen der Übergang in Ausbildung und Beruf gelingt!

Die Themen umfassten verschiedene Arbeitsbereiche wie Organisationsentwicklung, Fachkräfteaustausch, Mobilität für Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf und non-formal erworbene Kompetenzen.

Die Ergebnisse des IB lauten: Die Internationale Jugendarbeit unterstützt und fördert die Ziele der Jugendsozialarbeit wie Teilhabe, Bildung und Beschäftigung. Sie trägt zur persönlichen Entwicklung und zur Entwicklung der Schlüsselkompetenzen bei.  Erfolgsbedingungen sind die intensive fachliche Begleitung der jungen Menschen bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung sowie der partizipative Prozess mit dem aktiven Engagement der Jugendlichen im Projekt. Zudem muss  das Format für das internationale Projekt zu dem jeweiligen Arbeitsfeld passen. Dazu wurde eine Matrix entwickelt.

Informationen und Ergebnisse finden Sie auf der Internetseite des Kooperationsverbunds Jugendsozialarbeit.